
Die Hafenstadt Pesaro liegt in der italienischen Region Marken an der italienischen Adriaküste südlich von Rimini. Pesaro ist die Hauptstadt der Provinz Pesaro und Urbino. Die Stadt hat etwa 90.000 Einwohner und ist ein wichtiges touristisches Zentrum an Italiens Adria.
Erholungsurlaub in Pesaro
Die Stadt Pesaro hat einen großen natürlichen Erholungswert. Rund um die Stadt finden sich Strand, Berge und auch Steilküsten, die erkundet werden können. Pesaro liegt genau zwischen zwei Bergen, dem San Bartolo im Norden und dem Ardizio im Süden. Ein weiteres landschaftliches Highlight ist der Fluss Foglia, der Pesaro durchquert.

Der lange Sandstrand an der Adria bei Pesaro
Für große Beliebtheit bei den Touristinnen und Touristen sorgt natürlich das Badevergnügen im Mittelmeer, das schon seit über hundert Jahren zur festen Einnahmequelle der ansässigen Bevölkerung geworden ist. Pesaro besitzt heute einen 7 km langen feinen Sandstrand, an dem das Wasser relativ flach ist.
Vom Strand geht es in nur wenigen Minuten zum historischen Stadtzentrum. Die Entfernung ist dabei leicht zu Fuß oder mit dem Rad zu bewältigen. Im Gegensatz zu anderen Metropolen setzt Pesaro trotz seiner großen Urlaubsqualitäten eher auf Qualitäts- und Alternativtourismus. Der Verzicht auf den ganz großen Massentourismus trug sicherlich seinen Teil dazu bei, den Charme der kleinen Hafenstadt bis heute zu erhalten.

Blick auf die von Wald und Bergen umgebene Küstenstadt Pesaro
Kulturelle Highlights in Pesaro
Kulturell von hohem Interesse sind die vielen verschiedenen handwerklichen Überbleibsel aus der Vergangenheit. Man trifft auf Kunstwerke und Denkmäler verschiedener Epochen, z.B. aus der Römerzeit, dem Mittelalter, dem Barock und dem Jugendstil. Besonders zahlreich sind Militär- und Residenzbauten, die in die hügelige Landschaft eingelassen wurden.
Innerhalb der Stadtgrenzen lohnt sich der Besuch der Museen und Dauerausstellungen, wie etwa im Musei Civici mit seiner Gemälde- und Keramiksammlung, der Biblioteca San Giovanni oder Casa Rossini, dem Geburtshaus des Gioachino Rossini.

Das abendliche Leben auf dem Piazza del Popolo (1)
Das international bekannteste Highlight ist das jährlich in Pesaro veranstaltete Rossini Opera Festival im Teatro Rossini. Festival und Opernhaus sind nach dem wohl berühmtesten Sohn der Stadt benannt, nach dem Meister der Opera Buffa, dem Komponisten Gioachino Rossini. Das Opernhaus geht aus dem früheren Teatro del Sole hervor, das von 1816 bis 1818 nach den Plänen des Architekten Pietro Ghinelli restauriert und noch im Jahr der Fertigstellung eröffnet wurde.
Die Burg Gradara
Auch im Hinterland der Provinz gibt es einiges zu sehen: zwischen 10 und 15 km von Pesaro entfernt liegt die mittelalterliche Burg Gradara in einer Höhe von 142 Metern. Im Jahr 1150 erbaut gewährt die Anlage noch heute einen echten Einblick ins Mittelalter. Die Einrichtung ist im Gegensatz zu den meisten anderen Burganlangen in Italien noch gut erhalten. Antikes Geschirr, Betten und Gemälde geben einen bleibenden Eindruck des damaligen Lebens.
Beeindruckend ist auch die Burgmauer, die früher zum Schutz der Stadt diente und von der aus man heute einen ausgezeichneten Blick auf die Festung hat. Die Burg beherbergt ein Museum, in dem Folterinstrumente ausgestellt werden und in dem es Wachsfiguren von berühmten Persönlichkeiten gibt, die mit der Geschichte der Burg in Verbindung stehen, wie z.B. Francesca und Paolo aus Dantes Erzählungen.

Die Befestigungsanlagen der Burg Gradara
Auch außerhalb der Wehranlagen bietet das kleine Dörfchen Gradara einige Möglichkeiten, sich die Zeit zu vertreiben. Die verwinkelten Gassen laden zu Spaziergängen ein, nach denen man in einem der vielen Restaurants eine Pause einlegen kann. Bei dieser Pause sollte man auf jeden Fall die hervorragenden regionalen Weine kosten, für die die Umgebung berühmt ist. Ein Tagesausflug nach Gradara sollte bei einem Urlaub in Pesaro also auf dem Programm stehen. Wenn man im Juli vor Ort ist, sollte man sich keinesfalls die nachgestellte Burgbelagerung entgehen lassen. Diese Veranstaltung erinnert an den schrecklichen Belagerungszustand, in dem sich die Stadt im Jahr 1446 befand.